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Natalia Kubin und Larissa Mallig sind Deutsche Meisterinnen

Natalia Kubin und Larissa Mallig sind Deutsche Meisterinnen

Am vergangenen Sonntag gehörte der hessische Judoverband mit 20 von insgesamt 206 Teilnehmerinnen auf den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend u17 zahlenmäßig zu den am stärksten vertretenen Landesverbänden. Ein in etwa ebenso großer Betreuer- und Elternstab fand sich im saarländischen Homburg-Erbach ein und erzeugten eine optimale Wettkampfstimmung.

Die konsequente Vorbereitung der Kämpferinnen durch die Zusammenarbeit vom Landesverband und den Vereinen führte zu einem überraschenden Ergebnis. Die jungen Kämpferinnen wuchsen über sich hinaus und sorgten dafür, dass der Hessische Judoverband einen sensationellen dritten Platz in der Gesamtwertung der Länder belegte. Für die Deutschen Meisterschaften hatten sich Tamara Mathiowetz (-40kg), Leonie Grebe (-40kg), Vanessa Seitz (-44kg), Frences Schaffrath (-44kg), Anna Lena Waskow (-48kg), Bita Mohammadi (-48kg), Laura Ullmann (-52kg), Viola Kluge (-52kg), Mara Langbecker (-57kg), Lisa Hertlein (-57kg), Melina Hehl (-63kg), Meike Freter (-63kg), Ezgi Onar (-63kg), Natalia Kubin (-70kg), Jennifer Werner (-70kg), Larrissa Mallig (-78kg), Damaris Klinder (-78kg), Tatjana Schmolnik (-78kg), Anja Gimbel (ü78kg) und Luisa Froitzheim (ü78kg) qualifiziert.

 

Melina Hehl lieferte mit deutlich verbesserter Technik und starker Willenskraft spannende Kämpfe. Mit etwas Glück wäre mehr als der siebte Platz drin gewesen. Wenn Melina sich technisch weiter so entwickelt, wird sie im nächsten Jahr auf den Deutschen Meisterschaften bei den Medaillenplätzen mitreden.

Laura Ullmann zeigte schöne Techniken, aber leider konnte sie ihr technisches Können nicht ausspielen, sodass „nur“ der für sie enttäuschende siebte Platz herauskam. Trotz allem steckt großes Potential in Laura und wir werden sicherlich noch von ihr hören.

Durch den sensationellen 5ten Platz gehört Leonie Grebe, Jahrgang 95, zu den Topüberraschungen dieses Turniers. Sie ist ein absolutes Talent auf das wir im nächsten Jahr große Erwartungen setzen.

Sagenhaften Kampfgeist zeigte Jennifer Werner, die sich mit ihrem unbändigen Willen zum Favoritenschreck entwickelte und die sehr starke Jaqueline Höhne aus Brandenburg bezwang. Es ist daher bedauerlich, dass Jennifer trotz Überlegenheit das kleine Finale aufgrund einer Unachtsamkeit verlor. Trotz dieser Enttäuschung ist die vollbrachte Leistung von Jennifer bemerkenswert und wurde mit dem fünften Platz belohnt.

Auch Anja Gimbel gelang beinahe eine Sensation im Schwergewicht. Mit ungestümem Angriffs-Judo konnte die 14jährige deutlich schwerere Gegnerinnen klar besiegen. Nach drei mit Ippon gewonnenen Kämpfen belegte sie letztendlich den starken 5.Platz.

Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft wurde Natalia Kubin ihrer Favoritenrolle gerecht Durch den Gewinn der drei Sichtungsturniere im letzten Jahr wurde Natalia in den Bundeskader berufen und zählte zu dem Kreis der Topfavoriten auf diesem Turnier. Dies spiegelte sich auch in ihren Kämpfen wieder und Natalia bezwang ihre Gegnerinnen mit Ippon für O Soto Gari, Kesa Gatame, Shime Waza und Tai O Toshi. Im Finale traf sie dann auf die ebenbürtige Kontrahentin Lisa Schneider aus Sachsen, die ihre Kämpfe mit spektakulären Würfen vorzeitig beendete. Der Gefährlichkeit eines blitzschnell angesetzten Ko Uchi Gari von Lisa Schneider konnte sich Natalia knapp durch Drehung in die Bauchlage entziehen. Kurz darauf erzielte Natalia für den gleichen Wurf Yuko und ein weiteres Yuko folgte durch die Bestrafung von Lisa Schneider, die sich den permanenten Angriffen von Natalia durch einen defensiven Griffkampf entziehen wollte. Damit wurde Natalia verdient Deutsche Meisterin in der Klasse bis 70kg.

Larissa Mallig wird mit einer Ipponparade deutsche Meisterin Die dritten Plätze auf den Sichtungsturnieren in Bamberg und Holzwickede ließen ein gutes Abschneiden auf den Deutschen Meisterschaften erwarten, aber dass Larissa so dominant ihre Gegnerinnen beherrschen würde, hatte keiner erwartet. Mit gekonnt durchgeführten Stand-Boden Übergängen sicherte sie sich den Einzug ins Finale. Gegen die extrem einseitig kämpfende Yvonne Dombrowski erzielte Larissa durch einen sauber angesetzten Harai Goshi Yuko und nahm den Bodenkampf auf. Dem drohenden Kesa Gatame konnte sich Yvonne Dombrowski am Mattenrand gerade noch entziehen. Die zweite Chance am Boden nutzte Larissa dann aber konsequent indem sie sich mit ihrer Gegnerin vom Mattenrand wegrollte und Yvonne Dombrowski in den Haltegriff nahm. Damit war Larissa nach nur 86 Sekunden Deutsche Meisterin.

Der erfolgreichste Judoka aller Zeiten Yasuhiro Yamashita hat mehr als die Hälfte seiner Ippons am Boden erzielt und wurde mit einem Haltegriff Olympiasieger. Die Konsequenz eines Yamashita in der Ausnutzung ihrer Bodenchancen machten Larissa zum deutschen Meister. Natalia Kubin und Larissa Mallig haben sich mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft für eine Teilnahme an den diesjährigen Europa- und Weltmeisterschaften der weiblichen u17 empfohlen.

Wir wünschen den beiden viel Glück in der Qualifikationsrunde für diese Turniere.


Rainer Dötsch
Jugendwart weiblich

Bericht:Thomas Kubin

 

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