Judo SV Lorsch 2 180426

Foto: Gerhard Müller 

Am Samstag, den 18. April 2026, fand in Lorsch ein Selbstverteidigungslehrgang des Ressorts Breitensport des HJV mit dem Themenschwerpunkt „Abwehr von Stock- und Messerangriffen“ statt.

Die Referenten Michael Schmitt und Eddi Van Thurenhout fanden schnell einen guten Zugang zu den motivierten und neugierigen Judoka.
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden aufgefordert, sich eigenständig gegen frei gewählte Angriffe mit Stock oder Messer zu verteidigen.
Dabei wurde schnell deutlich, wie herausfordernd eine effektive Abwehr ohne Verletzungsrisiko ist.

Im Anschluss arbeiteten die Teilnehmenden in Gruppen und formulierten ihre Erwartungen und Wünsche für den Trainingstag.
Auf Grundlage dieser Rückmeldungen wurde das weitere Training praxisnah gestaltet.

Im praktischen Teil stand zunächst das richtige Positionieren in einer neutralen und zugleich effektiven Verteidigungsstellung im Mittelpunkt. Ergänzend wurde die Vorbereitung von Abwehrtechniken mit Hand und Unterarm vermittelt – optional unter Einsatz von Alltagsgegenständen wie Jacke oder Stofftasche zum Eigenschutz.

Darauf aufbauend wurden verschiedene Angriffsszenarien mit dem Stock (1–6) analysiert. Die Teilnehmenden erarbeiteten gemeinsam geeignete Distanzen sowie praktikable Verteidigungsmöglichkeiten, die schrittweise erklärt, geübt und gefestigt wurden.
Nach dem Prinzip „vom Einfachen zum Komplexen“ fanden sich die Judoka schnell in die Abläufe ein. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Kontrolle des waffenführenden Arms sowie der richtigen Positionierung, um den Angreifer sicher zu kontrollieren, zu werfen oder zu Boden zu bringen – ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

waffenkontrolle

Foto: Gerhard Müller 

Nach einer 20-minütigen Mittagspause folgte eine 30-minütige theoretische Einheit in Form einer Präsentation zum Thema Waffenabwehr.
Anschließend wurde der praktische Teil mit dem Schwerpunkt Messerangriffe fortgesetzt.

Messerabwehr Messerabwehr 2

Fotos: Gerhard Müller 

Durch die zuvor erarbeiteten Grundlagen fiel es den Teilnehmenden leichter, auch unter erhöhter Gefahrenlage angemessen zu reagieren: Angriffe konnten besser erkannt, umgangen und kontrolliert sowie Entwaffnungen sicherer umgesetzt werden.

Nach weiteren intensiven 60 Minuten Praxistraining zeigten sich die Judoka sehr zufrieden. Abschließend wurden die zu Beginn gesammelten Wunschkarten gemeinsam reflektiert. Alle Themen konnten berücksichtigt werden, sodass die Teilnehmenden den Lehrgang zwar körperlich gefordert, aber motiviert und mit vielen neuen Erkenntnissen beendeten.

Ein besonderer Dank gilt dem Turnvereinigung Lorsch 1871 e.V. - Abteilung Judo für die Unterstützung und die freundliche Gastaufnahme.

Ein lehrreicher und praxisorientierter Lehrgang mit hoher Relevanz für die Selbstverteidigung im Alltag.

Van Thurenhout
Referent für Breitensport.

   
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