In der Sportassistentenausbildung im Bereich Judo lernen die Teilnehmenden, Trainingseinheiten vorzubereiten und zu gestalten, Übungen anzuleiten und die Trainerin oder den Trainer im Alltag zu unterstützen. Darüber hinaus erfährt man, wie man mit Kindern und Jugendlichen trainiert, Gruppen verantwortungsvoll betreut und die zentralen Werte des Judo wie Respekt, Disziplin und Fairness weitergibt.
Zu Beginn der Ausbildung lernten wir uns bei verschiedenen Kennenlernspielen besser kennen. Anschließend beschäftigten wir uns mit der Rolle des Kampfrichters: Nach einer theoretischen Einführung durften wir selbst auf der Matte stehen und Kämpfe leiten. Dabei merkten wir schnell, wie viel Konzentration und schnelle Entscheidungen diese Aufgabe erfordert und wie stressig sie sein kann.
Neben der Theorie kam die Praxis nicht zu kurz. In abwechslungsreichen Übungen und spannenden Spielen trainierten wir unter anderem Akrobatik und bauten gemeinsam eine Pyramide. Ein besonderer Schwerpunkt lag darauf, eine eigene Trainingseinheit zu planen und anschließend selbst als Trainer anzuleiten. Ergänzt wurde das Programm durch ein Lauftraining sowie eine gemeinsame Einheit mit dem Hessen-Kader, die uns einen spannenden Einblick in das Leistungstraining ermöglichte. Sehr wichtig war außerdem die Lektion zum Thema Kindeswohlgefährdung, denn als Sportassistentinnen und Sportassistenten tragen wir Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen, die wir betreuen.
Auch die Abende waren gut gefüllt: Wir konnten freiwillig an einem Training mit Randori oder Technikschwerpunkt teilnehmen oder uns bei Gemeinschaftsspielen austoben. Am vorletzten Tag stand eine Selbstverteidigungsstunde auf dem Programm. Diese war für uns besonders wertvoll, da wir Techniken kennenlernten, die uns in echten Notsituationen helfen können. Den letzten Abend ließen wir schließlich gemütlich beim Grillen am Lagerfeuer ausklingen.
Fazit
Insgesamt hat uns die Ausbildung sehr gut gefallen. Die Inhalte wurden spielerisch vermittelt, und es wurde viel gelacht. Die Ausbilderinnen und Ausbilder waren stets freundlich, motiviert und hilfsbereit. Einziger Kritikpunkt: Einige Theorieeinheiten waren etwas zu lang, hier hätten kürzere Abschnitte oder mehr praktische Anteile geholfen, die Aufmerksamkeit hochzuhalten. Da wir jeden Tag aktiv gefordert wurden, fielen wir abends erschöpft, aber zufrieden ins Bett.
Für uns war die Ausbildung eine wertvolle Erfahrung, die uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weitergebracht hat. Wir können sie allen, die sich für die Arbeit als Trainerin oder Trainer interessieren, nur wärmstens empfehlen.
Autorinnen: Pauline Krah und Fabienne Arnoul
Fotos von Tanja Hechler und Fabienne Arnoul
